Donnerstag, 23. Februar 2012

Unsere Briefmarken

In Ostbrandenburg weht ein neuer Wind. Seit April 2008 auf dem Markt, schon kommen die ersten Briefmarken der Märkischen Post unter die Leute. Offenbar ist das Interesse an dem neuen Briefdienst nicht nur bei Großunternehmen da, sondern vermehrt auch bei kleinen Gewerbetreibenden und Privatkunden.

Die Nähe zur Region wird durch die Auswahl der Motive gezeigt, das Layout ist klassisch schlicht und die Preise überzeugen.

Stiftskirche in Neuzelle

Das in Neuzelle gelegene Kloster wurde den Zisterziensermönchen im Jahre 1268 von Heinrich dem Erlauchten, Markgraf von Meißen und der Ostmark, gestiftet und existierte als Kloster bis zum Jahre 1817. Die 70m hohe Kirche und deren prunkvolle barocke Innendekoration ist das Wahrzeichen der gesamten Region.

Einst nach gotischem Vorbild errichtet, wurde die Kirche im 17. und 18. Jahrhundert zu einem „Barockwunder” umgebaut. Zahlreiche Altäre, Säulen, Skulpturen und Fresken zieren den Innenraum. In jahrelanger Arbeit schufen die Mönche ein Kunstwerk, welches heute als Kulturdenkmal in Ostdeutschland seinesgleichen sucht. Dieses Kloster gehört auch zu den wenigen in Brandenburg erhaltenen Zisterzienserklöstern.

Seit 1993 wird das Kloster mit seinen Gebäuden und dem Garten mit EU-Fördergeldern und Landesmitteln umfassend restauriert und erstrahlt nun wieder in voller Pracht und Schönheit. In unmittelbarer Nähe zum Kloster befindet sich der Klosterteich mit seinen unzähligen Seerosen. Direkt am Teich befindet sich die Klosterbrauerei, in der noch heute nach alter handwerklicher Tradition Bier gebraut wird.

Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Das Kleist-Museum widmet sich dem Leben und Werk des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777-1811). Es wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisonschule eingerichtet und gilt als „eines der schönsten Literaturmuseen Europas“ (Die Zeit, 2000). Das Kleist-Museum ist als kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung im Blaubuch der Bundesregierung verzeichnet. Mit über 34.000 Bestandseinheiten verfügt das Museum über die weltweit umfangreichste Sammlung zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld. Der Ausbau der Sammlung konzentriert sich vornehmlich auf den Erwerb von Primär- und Sekundärzeugnissen zu Leben und Werk Heinrich von Kleists. Dies schließt Werke der bildenden Kunst sowie auch Zeugnisse der darstellenden Kunst und der Musik ein.

Darüber hinaus ist das Museum dem Erbe der Dichter Ewald Christian und Franz Alexander von Kleist sowie Friedrich de la Motte Fouqué verpflichtet. Die Dauerausstellung im ersten Stock des von Martin Friedrich Knoblauch 1777 errichteten Gebäudes gibt einen Überblick über Kleists Leben und Werk und informiert über Aspekte seiner Wirkung. Wechselausstellungen im Kabinett und im Studio ergänzen die Präsentation. Neben der Sammlungs-, Forschungs- und Publikationstätigkeit gehören Lesungen, Vorträge und literarisch-musikalische Veranstaltungen zum Programm. Museumspädagogischer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Jugendlichen.

Schiffshebewerk Niederfinow

Das Schiffshebewerk Niederfinow ist das älteste der heute in Deutschland "diensttuenden" Hebewerke. In der Zahl seiner jährlichen Besucher hält es aber unangefochten die Spitze. Warum ist das so? Fragt man Besucher, wie es ihnen gefallen hat oder warum sie wiederholt nach Niederfinow kommen, so lautet die Antwort oft, dass es "schön, interessant und beeindruckend" sei.

Sicher spielen viele Faktoren eine Rolle, wie die Größe des Bauwerks, seine Technik, die schöne Lage im Eberswalder Urstromtal zwischen Oderbruch und Barnim. Nicht zuletzt ist es aber die gelungene Übereinstimmung zwischen Technik und Landschaft, das Wechselspiel zwischen Mensch und Wasser. Man sieht dem Ein- und Ausfahren der Schiffe zu, der Fahrt des Troges, dem Öffnen der Tore, oder genießt einfach den schönen Anblick von der Besuchergalerie.

EKO-Hochofen Eisenhüttenstadt

Das Stahlwerk in Eisenhüttenstadt wurde ab 1950 als Staatsbetrieb der DDR erbaut. Zunächst als reine Eisenhütte mit 6 Hochöfen unter dem Name, "Eisenhüttenkombinat J.W. Stalin". 1961 Umbenennung in "Eisenhüttenkombinat Ost " (EKO). 1968 wurde ein Kaltwalzwerk in Betrieb genommen. 1984 errichtet die österreichische VOEST Alpine ein LD-Stahlwerk, das erste Stahlwerk der Hütte. Die erzeugten Brammen wurden zum Teil in Salzgitter und dem Ruhrgebiet warm gewalzt und anschließend zum Kaltwalzen nach Eisenhüttenstadt zurück transportiert.

1994 wird das Werk privatisiert und von dem belgischen Stahlkonzern Cockerill Sambre übernommen. Ab 1995 wird eine Warmbreitbandstrasse erbaut und 1997 geht der neue Hochofen 5a in Produktion. 1999 Fusion mit Usinor, ab 2001 gehörte das Werk zur neu entstandenen Arcelor Gruppe. Diese wurde in 2006 von Mittal Steel übernommen. Heute wird das Werk unter dem Namen ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH geführt.

Gerhard Hauptmann Museum Erkner

In der Villa Lassen befindet sich seit 1987 das Gerhart Hauptmann Museum. Es ist deutschlandweit das einzige seiner Art. Die Ausstellung vermittelt einen Gesamtüberblick über Leben und Werk des Nobelpreisträgers. Die Einrichtung ist aus dem Teilnachlass des Dichters rekonstruiert worden. Ein großer Teil der Bibliothek Gerhart Hauptmanns befindet sich in der Sammlung des Hauses, ebenso die Bestände des ehemaligen Hauptmann-Archivs Radebeul, darunter Lebensdokumente, Briefe und Autographen.

Das Gerhart Hauptmann Museum ist für Erkner ein zentraler Veranstaltungsort. Hier werden Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen und Sonderausstellungen angeboten.